Marstal und Lohals

Freitag abend kamen Gerd und ich in Arnis an, um unseren lang geplanten Sommertörn zu starten. Den Samstag haben genutzt uns ausgiebig mit Proviant zu versorgen. Ausserdem war Stefan von der Werft so nett uns einen zweiten Anker zur Verfügung zu stellen. Nach dem Bunkern und ein paar kleineren Arbeiten an Jane sind wir nach Kappeln gefahren um ein tolles Fischessen bei Stark zu geniessen. Wer in dieser Gegend ist und Fisch mag sollte dort vorbeischauen, allerdings sollte auf jeden Fall zuvor reserviert werden. Nach dem Abendessen und der Rückkehr aufs Boot war das Wetter so schön, dass wir uns mit Jane auf den Weg machten in der Hoffnung die letzte Brückenöffnung in Kappeln noch zu erreichen und die Nacht vor Anker im Olpenitzer Noor zu verbringen. Ein Segler unterwegs sagte uns, die letzte Brückenöffnung sei eine Stunde vor Sonnenuntergang und dafür waren wir zu spät. Wir machten uns also auf den Weg zurück zur WSG (Wassersport Gemeinschaft Arnis) wo “Jane” ihren Liegeplatz hat und hatten dann dort noch die Gelegenheit mit Nick, dem Skipper von “Paula”, ebenfalls einem Nordischen Folkeboot, ein Bier zu trinken.

Vorgestern (Sonntag 24.06.) sind wir bei südöstlichem Wind von Arnis nach Marstal auf Aeroe gesegelt. Um 9:00h haben wir die Kappelner Brücke passiert und dann bevor raus auf die Ostsee ging nochmal im Olpenitzer Noor geankert, um zu frühstücken und ein paar Arbeiten an Bord zu erledigen. Es wurde 12:00h bevor wir endlich Schleimünde passierten. Danach ging es gegen Wind und Welle und bei Regen ostwärts 90°, also genau Ost, konnten wir nicht anliegen, unser Kurs schwankte meist so um die 60°. Unser ursprüngliches Ziel Langoe auf Lolland mussten wir wegen des Wetters und der späten Abfahrt zugunsten von Marstal auf Aeroe aufgeben.Es war ein recht anstrengender Segeltag und ich war einige Male im Survival-Modus, mehr Wind und Welle, als wir hatten brauche ich nicht unbedingt. Mein mittlerweile ja 62-jähriges Folke hat mir die Tortur mit häufigerem Anspringen der Lenzpumpe gedankt, aber doch alles in allem sehr gut durchgehalten. Dieses Boot kann sicher deutlich mehr als ich.

Da wir für die kommenden Tage mit südwestlichem Wind rechneten, entschieden wir uns Langeland nördlich zu umsegeln, statt wie geplant südlich. Allerdings hatte der Wettergott erst am Nachmittag ein Einsehen und es hörte auf zu regnen. Nachdem wir am Vortag komplett nass wurden hatten weder Gerd noch ich gesteigerte Ambitionen bei Regen los zu segeln. Allerdings hatten wir ja schon einen halben Tag gegenüber dem Plan verloren und das am Anfang der Reise. Also ein Stück Strecke machen war angesagt. Was dann heute Nachmittag kam war zwar segeln bei viel Wind und Welle, aber es war schön. Mit halbem Wind und meist um die 6 Knoten Fahrt liefen wir die Westküste von Langeland rauf bis zu unserem Tagesziel Lohals. Nach verlassen des Hafen gab es keinen Tropfen Regen mehr und in Lohals gab es nach etwa 25 Meilen mit kräftigem Wind einen ebenfalls windigen aber schönen Sundowner 😉

Ein Gedanke zu „Marstal und Lohals

  1. Sehr schöne Beschreibung und Ihr kommt besser voran als ich vermutet hätte! Das mit dem Regen wird schon und Jane hält ja scheinbar einiges aus! Ich bin sehr gespannt auf die weitere Tor..öäh Tour 😉
    Mast- und Schotbruch weiterhin!

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